15 Sep 2014

1. Bei jedem Spaziergang übers Volksfest muss ich unwillkürlich an den Moment denken, als man eine 10-jährige Amelie heulend und schreiend aus dem Kettenkarussell am Münchner Oktoberfest holen musste, weil sie die Fahrt vor lauter Panik nicht aushielt. | 2. & 5. Die Fellkugeln, die ihre Nahrungsaufnahme neben Muttermilch nun auch auf Katzenklo-Streu ausgedehnt haben. | 3. Abholkommando am Flughafen für den kleinen Bruder. | 4. Im Salzburger Museum der Moderne mit T. Im Hintergrund steht Simone Fortis "Onion on glass bottle", die eben genau das ist. | 6., 7., 9. & 10. Wanderung auf den Hochgern und anschließende Stärkung mit selbstgemachtem Blaubeerkuchen (und dem coolsten Geschirr) auf der Hütte. | 8. Alte Schultafel, die ich bei meiner Oma gefunden habe. Vom Dreck der letzten 30 Jahre und etlichen Spinnen befreit hat sie einen neuen Ehrenplatz in meiner Küche bekommen. | 11. Die eigenen Zwetschgen zu Marmelade verarbeiten. Als ich es in meiner Wohnung allein vesucht habe und dann 10 Minuten ins Wohnzimmer ging.. Nein, lassen wir das. Memo an mich fürs nächste mal: Lasse Marmelade niemals (!) unbeaufsichtigt, außer du stehst auf Raucharoma. // Und damit verabschiede ich mich für die kommende Woche in einen hoffentlich sonnigen Kurzurlaub nach Italien. Wir lesen uns!


1. Everytime when I'm on a funfair it reminds me of the day when I was 10 years old and the staff at the munich octoberfest actually had to stop the ride on the
swing carousel for me, as little Amelie was screaming her heart out and being scared to death haha. | 2. & 5. The lilttle furballs that have now discovered cat litter as their new favourite kind of "food". | 3. Welcoming my little brother at the airport. | 4. A daytrip to Salzburg in Austria. | 6., 7., 9. & 10. Hiking in the mountains and afterwards rewarding ourselves with the best selfmade blueberry cake at the alp. | 8. An old chalkboard I found in my grandmother's basement. After getting rid of the past 30 year's dirt, it has now its own very special place in my kitchen. | 11. Making jam with the plums that we've been growing in our own garden at home. //  For the next couple of days I will be off to a hopefully sunny Italy. I'll be back with lots of pictures and see you soon!

10 Sep 2014

gladiolus from the flower field | jacket: mum's old (similar)| backpack: fjällräven | blouse: zara (similar) | scarf: pieces | shoes: vans | trousers: asos | watch: daniel wellington

An dieser Stelle nochmal ein großes Danke für das zahlreiche Feedback zum letzten Post! Ich hab mich (als jemand, der sich mit dem Schreiben nicht allzu leicht tut) wirklich sehr über eure Rückmeldungen gefreut und mir fest vorgenommen, auch in Zukunft öfter Texte zu veröffentlichen. Ich wünsch euch was ihr Lieben!

3 Sep 2014

Die Sache mit Instagram



Ich führe eine Hassliebe mit Instagram. Nur zu gern klicke ich mich durch allesamt bunter Bilder alltäglicher Belanglosigkeiten, aufgehübscht mit Zierrahmen und Vintage-Filter. Doch etwas stört mich gewaltig daran. Ich werde das Gefühl nicht los, dass Instagram so furchtbar falsch ist.

Das Netzwerk funktioniert für die meisten nach einem Prinzip: Schaut her, meine Wohnung, mein Essen, meine Kleidung, mein Gesicht. Ein bisschen Humor hier, ein wenig Kultur da. Wir basteln uns das perfekte virtuelle Spiegelbild und werden zu makellosen Wesen ohne Fehler. Mit uns selbst hat das aber meist nichts mehr zu tun.
Und deswegen, denn nur so kann ich es mit mir vereinbaren, weiterhin dort Bilder zu posten, mal eine kleine Prise unausgesprochene (wenn auch hoffentlich offensichtliche) Wahrheit:



Auch ich esse nicht jeden Morgen an einem wunderschön gedeckten Frühstückstisch, in Wahrheit ist das vor mir meistens eine undefinierbare Müsli-Obst-Pampe, die aber mindestens genauso gut schmeckt, als hätte ich die Himbeeren spiralförmig auf den Teller drapiert und das Ganze #homemadegranola getauft. Nur auf dem Foto macht sie sich halt nicht schön, da hilft der Filter auch nichts mehr. 


Und ich bin mir sicher, ich bin nicht die Einzige, die erst gefühlte 50 Selbstportraits aufnimmt, bevor sie sich nach langem hin und her für das eine Selfie (brr ich mag dieses Wort nicht) entscheidet, auf dem sie so natürlich und unaufgeregt aussieht. 

Wenn ich lerne, dann liegt da nicht nur ein Buch mit schönen Einmerkerln auf dem Tisch. Wenn ich lerne, dann ist da mehr Bücher als Tisch, und zum Milchschaum aufschlagen habe ich dann auch keine Zeit. 


Genauso ordnen sich auch meine Geburtstagsgeschenke nicht von selbst mosaikförmig auf dem Tisch an, das ist vielmehr meinem „Es sieht schön aus. Es passt farblich zusammen. ICH MUSS ES FOTOGRAFIEREN“- Reflex geschuldet. Ich habe also 10 Minuten mühsam rumsortiert, während mein Freund sich neben mir schlapp gelacht hat über den Aufwand, den ich wegen eines Handyfotos veranstalte. Dass ich dabei noch saumäßig blöd auf einem Stuhl balanciert bin, um den ganzen Ausschnitt aufs Bild zu bekommen, muss der Vollständigkeit halber wohl gesagt werden. 

 

Vermutlich wisst ihr, wovon ich rede. Die Verlockung ist einfach zu groß, sich die eigene wunderschöne Seifenblasenwelt zu konstruieren, in der jeden Tag die Sonne scheint und frische Blumen auf dem Tisch stehen. Selbstdarstellung ist das Stichwort. Wer will schon nicht diese beschönigte, aufgehübschte Version des eigenen Ichs, ohne all die nervigen Attribute, die man im echten Leben mit sich trägt. 

Und was nun tun dagegen? Ich bin für eine gute Mischung aus ein wenig Selbstironie, Medienkompetenz und alles-nicht-so-ernst-sehen. Denn das ist glaube ich mein größter Fehler. Ich sollte Instagram einfach als das akzeptieren, was es ist: Ein weiteres soziales Netzwerk, auf dem man sich mit seichten Bildern die Zeit vertreiben kann. Und seine guten Seiten hat die Fotomanie ja auch. Immerhin gibt uns Instagram die Chance, Personen zumindest zu einem gewissen Teil besser kennen zu lernen – und sei es nur der Blick in die unaufgeräumte Wohnung über die Schulter des Spiegel-Selfies. 

 
Wider Erwarten war ich in letzter Zeit erstaunlich konsequent was die Fotoposterei betrifft. Deswegen hier die Schnappschüsse, die es nicht online geschafft haben. Alle Pendants und andere Bilder findet ihr unter instagram/_lamiranda

Ich wünsch euch was!

27 Aug 2014

Letztes Wochenende habe ich eine Freundin eingepackt und mit in meine Heimat genommen. Bilder aus einem Kurzurlaub fernab von Salzwasser-Haaren und knatternden Mofas.
  Eingepackt in dicke Pullis mit dem Schiff auf die Inseln. 

Dan Flavin und Fabienne Verdiere in königlichem Gemäuer.
Ein Meer aus tanzenden Blättern, kurz bevor die ersten Tropfen fielen.
Mit zerzausten Haaren durch die Allee zum Schloss laufen und vor dem Regen flüchten. (Dass ich währenddessen noch Fotos gemacht habe, war in dieser Hinsicht eher mäßig sinnvoll haha.)
Spaziergang um die kleine Insel, auf der ein Garten schöner ist, als der andere.



Am Ufer entlang durchs Schilf schlagen und die seltenen Sonnenstrahlen genießen.


Der Ausblick, der mir wohl am meisten fehlt, seitdem ich vor drei Jahren ausgezogen bin.

Fünf kleinen Tieren Hallo sagen. Mittlerweile haben sie die Augen geöffnet und erkunden munter ihre kleine Pappkisten-Welt.
Schweißtreibende (zumindest für mich unsportliches Etwas) Wanderung auf den Hochfelln. Bei diesem Ausblick und nach einem großen Teller Kaiserschmarrn waren die Strapazen aber schnell vergessen.
Ich wünsch euch allen eine schöne Woche, wir lesen uns!


Last weekend, a friend came to visit me in the place I grew up. We spend our days walking along the shores of the lake, going hiking in the mountains and welcoming the five tiny kittens at my parents house. Have a great week guys!


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13 Aug 2014

Die Zeiten, als Beton für Bauarbeiten vorbehalten war, sind vorbei. Wohnmagazine erfinden immer neue obskure Verwendungsmöglichkeiten für das Baumaterial, von Hockern bis hin zu ganzen Arbeitsplatten. Damit auch ich wieder wie ein Kind im Sandkasten rummatschen darf, dafür aber weder Armierungsgitter noch Gewinderohre brauche, habe ich mich für obige Variante entschieden.
Auf die Einkaufsliste kommen (Blitz-)Zement aus dem Baumarkt, Vaseline vom Drogeriemarkt und Pappbuchstaben aus dem Bastelladen. Die Pappbuchstaben auf der Hinterseite mit einem Cutter aufschneiden und deren Innenleben freilegen. Mit Vaseline einstreichen und den angerührten Zement einfüllen. Kurz die Luftblasen herausschütteln, danach nicht (!) mehr anfassen (ich musste die schmerzhafte Erkenntnis gleich mehrmals machen, nach dem dritten gebrochenen M bin ich endlich zur Vernunft gekommen). Blitzzement 24 Stunden aushärten lassen, die Buchstaben vorsichtig aus der Form lösen und sich darüber freuen, dass sie hundertmal besser aussehen, als jeder gekaufte „Home“-Schriftzug der Welt.

Do you sometimes want to feel like a child playing in the sandpit again? If yes, try out this messy DIY and make your own concrete letters. What you'll need: Concrete or cement, petroleum jelly and cardboard letters. Cut away the back of the letter with a craft knife and remove the inside bits. Cover the inside with petroleum jelly (it will afterwards make it a lot easier to remove the letters). Mix the cement according to the instructions and pour it into the mold. Leave it to dry for at least 24 hours and meanwhile don't move it (trust me, I had to find it out the hard way). Peel your letters out of the mold and smooth them with sandpaper, if wanted. And there you go: Your very own concrete letters that will look so much cooler than any store-bought "Home"-letters in the world.

9 Aug 2014

1. & 4. Wer braucht schon einen Balkon, wenn man einen eigenen Wald hat? | 2. & 5. Buttercreme und selbst gepflückte Beeren aus dem Garten - Danke für den Kuchen! | 3. & 6. Menschen, die sich für Sport begeistern, beeindrucken mich - denn ich kann es nicht. Sport verbinde ich mit Medizin-Bälle in den Magen geworfen kriegen und dem glatzköpfigen Fitness-Trainer aus dem Unisport, der ausschließlich barfuß in seinen weißen Yoga-Klamotten durch die Gegend rennt und beim Step-Aerobic breit grinsend Kusshände in die schwitzende Menge wirft. Tanzen und Schwimmen, das sind die beiden großen Ausnahmen, mit denen man auch mich ab und an aus der Reserve locken kann. Dank dieser reizenden Dame ist kürzlich ein drittes dazugekommen. || Genießt euer Wochenende ihr Lieben!

1. & 4. The woods | 2. & 5. Buttercream cake with berrys from the garden - a present for my 21st birthday. | 3. & 6. I'm not very athletic. When I think of doing sports, I think of a medicine ball that got thrown into my stomach and the always smiling fitness coach at uni, who keeps on running around in his all-white yoga-clothes and blows kisses to the sweaty mob in step areobics class. Dancing and swimming, these are the only two things that sometimes might get me off the sofa. Shortly I added a third thing
  - thanks to this young lady. // Enjoy your weekend everyone!